Las Vegas Sands muss 7,2 Mio. US-Dollar Geldstrafe wegen Verstößen des Buchmachers im Venetian zahlen

Las Vegas Sands hat sich mit der Nevada Gaming Control Board auf eine Geldbuße von 7,2 Mio. USD wegen von Geldwäsche-Präventionsmängeln geeinigt, die sich auf Compliance-Verstöße in The Venetian beziehen. Die Verstöße drehen sich um den illegalen Buchmacher Mathew Bowyer und erstrecken sich über die letzten Jahre der Unternehmensherrschaft vor dem Ausstieg aus dem Las-Vegas-Markt im Jahr 2021.

Übergang der Eigentümerschaft und unternehmerischer Wandel

Die Einigung beendet eine turbulente Dekade für den Betreiber, der The Venetian 2021 an Apollo Global Management verkaufte. Nach der Veräußerung verlagerte Las Vegas Sands seinen Fokus auf Macau und Singapur, nachdem Expansionsprojekte in Texas und New York ins Stocken geraten waren. Obwohl das Unternehmen seinen Hauptsitz in Las Vegas beibehält, schloss es im vergangenen Jahr seine digitale Gaming-Abteilung und betreibt keine Casinos mehr auf dem Strip.

Untersuchungsergebnisse und historische Präzedenzfälle

Laut der NGCB-Untersuchung ist Bowyer seit der Eröffnung 1999 ein Gast des Venetian. Zwischen 2019 und 2021 unternahm er 30 Besuche, hinterlegte 22,3 Mio. USD und verlor 3,6 Mio. USD. Casino-Mitarbeiter meldeten zunächst Bedenken hinsichtlich seiner Rückkehr 2019, doch eine interne Überprüfung erlaubte ihm, weiter zu spielen. Ein 2021 erstellter Due-Diligence-Bericht eines Drittanbieters warnte ebenfalls, was das Management jedoch überging. Der Bowyer zugewiesene Host verfügte über „tatsächliche Kenntnis“ seiner Buchmacheraktivitäten, reichte jedoch keinen Bericht ein. Das Casino verbot ihn erst 2024 formell, nachdem Apollo die Kontrolle übernommen hatte. Bowyers Compliance-Probleme haben zu kombinierten AML-Sanktionen in Höhe von insgesamt 34 Mio. USD an vier verschiedenen Las-Vegas-Einrichtungen geführt.

Die aktuellen Erkenntnisse spiegeln einen Compliance-Fall von 2013 wider, der Zhenli Ye Gon betraf, einen mutmaßlichen Drogenhändler, der 2016 nach Mexiko ausgeliefert wurde. Bundesankläger wiesen darauf hin, dass Ye Gon in den frühen 2000er-Jahren das größte Bar- und Vorauszahlungskonto in der Geschichte von Venetian-Palazzo darstellte.

Ähnlich wie im Fall Bowyer versäumte der Betreiber damals, seine Finanzierungsquellen zu verifizieren. Die NGCB wird die Venetian-Sache an die Nevada Gaming Commission zur abschließenden Prüfung weiterleiten.

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