Laurent Lassiaz, CEO von Groupe Joa, erklärte, dass landbasierte Casinos weiterhin den französischen Glücksspielmarkt dominieren, trotz der Ausweitung des Offshore-iGaming. Der Betreiber verwaltet 33 Spielstätten im ganzen Land, während der nationale Rechtsrahmen für Online-Casinos noch geprüft wird.
In Frankreich gibt es etwa 200 landbasierte Casinos, die von kleinen Sälen mit 20 Spielautomaten bis hin zu integrierten Resorts mit 500 Slots und Tischspielen reichen. Groupe Joa nimmt die Position des zweitgrößten Inlandsanbieters ein. Branchenabschätzungen belaufen den jährlichen Wert des unregulierten Online-Glücksspielsegments auf 1,5 Milliarden Euro, was darauf hindeutet, dass es möglicherweise der größte Offshore-Markt in Europa ist.
Die Legalisierung von iCasino-Diensten wurde von den französischen Behörden noch nicht abgeschlossen.
Management-Hintergrund und Venue-Strategie
Lassiaz wechselte nach einem Jahrzehnt in der Gastronomie- und Getränkebranche zum Casino-Management. Zuvor leitete er KFC- und Pizza-Hut-Standorte in Frankreich, bevor er für zehn Jahre die Abteilung für Kundenerfahrung von Club Med leitete. Laut Lassiaz teilt das Casino-Management Kernprinzipien mit der Gastfreundschaft, mit Fokus auf Servicekonsistenz, Event-Organisation und Venue-Design.
„Die Spielseite ist nur mathematisch“, erklärte Lassiaz, „man kauft sie im Grunde und gestaltet das Umfeld in Bezug auf Erlebnis und Service.“
Der französische Glücksspielsektor hat eine stabile landbasierte Präsenz bewahrt, während die regulatorischen Diskussionen über Online-Plattformen fortgesetzt werden. Die aktuelle Strategie von Groupe Joa betont die Entwicklung physischer Spielstätten und die Optimierung des Services als Haupttreiber für die Kundenfrequenz.
Die Details wurden während eines kürzlichen Interviews mit dem Unternehmensvorstand bereitgestellt.