Spillemyndigheden, die dänische Glücksspielbehörde, hat ihre Durchsetzung gegen lizenzlose Online-Anbieter im Jahr 2025 verschärft. Die Behörde sicherte sich Gerichtsbeschlüsse, um 334 illegale Websites zu blockieren, die sich an Verbraucher im Land richteten.
Der in dieser Woche veröffentlichte Jahresbericht der Behörde skizziert eine Strategie, die Datenanalyse, Hinweise der Öffentlichkeit und die Zusammenarbeit mit der dänischen Steuerbehörde kombiniert. Diese gemeinsame Anstrengung führte dazu, dass 695 Plattformen untersucht wurden. Neben den gesperrten Domains haben 36 Websites ihre Glücksspieltätigkeiten nach Eingriffen der Behörde freiwillig eingestellt.
Spillemyndigheden wies darauf hin, dass der Anstieg der gesperrten Sites auf eine verbesserte Überwachung und nicht auf ein Marktwachstum zurückzuführen ist.
Legislative Updates and Digital Enforcement
Die im Juni 2025 eingeführte Blockierung auf DNS-Ebene führte innerhalb von sechs Monaten zu einem Rückgang des Traffics auf die betroffenen Websites um 34 %. Die Behörde hat ihre Vereinbarung mit Teleindustrien aktualisiert, um Spiegel-Websites dynamisch zu blockieren, ohne dass neue Gerichtsbeschlüsse erforderlich sind.
Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit dem im Oktober 2025 verabschiedeten Gesetz „Spilpakke 1“, das die Werbung für Glücksspiele während von Live-Sportübertragungen von zehn Minuten vor bis zehn Minuten nach dem Ereignis verbietet.
Die Durchsetzungsbemühungen richten sich nun auch auf mobile Anwendungen für iOS und Android sowie auf Social-Media-Plattformen. Spillemyndigheden hat direkte Beschwerdekanäle mit Apple, Google und Meta eingerichtet, um illegale Apps und Markenmissbrauch schneller zu entfernen. Ein detaillierter Bericht zu diesen Maßnahmen ist für 2026 geplant.